Hier nun die ersten Statement zu unserem Jubiläum. Den Auftakt machen Frau Gertrud Welper Bündnis 90/ Die Grünen im Kreis Borken und Frau Ingrid Arndt-Brauer SPD-Bundestagsabgeordnete.




Herzlichen Glückwunsch zum 25 jährigen Bestehen der Aidshilfe Westmünsterland!

Gertrud WelperFrau Welper


Vor nunmehr 25 Jahren gründete sich aus einer Gruppe Betroffener, Freunde und Angehöriger HIV positiver Menschen die Aidshilfe Westmünsterland. Zu jener Zeit war das Thema gerade hier im ländlichen Raum noch ein Thema, das in den Gedanken der Menschen hier vor Ort nahezu nicht vorkam- Sie haben es aus der Tabuzone herausgeholt!

Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dass unsere Gesellschaft als Ganzes und jede und jeder Einzelne informiert, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den Risiken von HIV und Aids umgehen kann.

  • Sie befähigen Menschen in möglichst vielen Situationen sich selbst und andere vor HIV schützen zu können
  • Sie befähigen Menschen mit HIV, ihre Rechte auf Selbstbestimmung und Teilhabe zu verwirklichen.
  • Sie dringen darauf, dass Politik, Gesellschaft,Wirtschaft,Kultur und Sport verantwortungsvoll mit Betroffenen umgehen.

Die Aidshilfe Westmünsterland bietet zu diesem Zwecke ein breites Angebot von persönlicher und telefonischer Präventionsberatung, Selbsthilfegruppen, Angebote für Migrantinnen und Migranten,Streetwork und Projektarbeit. Sie arbeiten mit Schülerinnen und Schülern, mit Lehrerinnen und Lehrern. Sie bieten Infostände in Jugendeinrichtungen.

Sie haben sich mit alledem in den letzten 25 Jahren um die Gesundheit der Menschen im Kreis Borken verdient gemacht und sind aus dem Hilfeangebot für Menschen des westlichen Münsterlandes nicht mehr wegzudenken.

Ich wünsche der Aidshilfe für Ihre Arbeit im Westmünsterland für die Zukunft alles Gute.

Auf eine weiterhin gute Kooperation!

 

Gertrud Welper

 

Bündnis 90/Die Grünen

 

 

Frau Arndt - Brauer Frau Arndt-Brauer (SPD)


" Zu Ihrem 25-jährigen Jubiläum gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Seit dem HIV/AIDS Anfang der 80er Jahre erstmalig auch in Deutschland stärker in den Focus der Öffentlichkeit gerückt ist. hat sich sehr viel geändert. War HIV/AIDS zu Anfang nur die Krankheit der "Anderen", der Homosexuellen, so ist sie mittlerweile "mitten" in der Gesellschaft angekommen. Das "Schmuddelimage"vergangener Tage ist zum Glück mehrheitlich einer viel breiteren und ernsthafteren gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Krankheit gewichen. HIV/AIDS ist ein Thema, nicht nur in den Städten sondern auch in den ländlichen Regionen. Über HIV/AIDS zu sprechen fällt den Menschen dabei nicht immer leicht, aber leichter eben noch als vor 25 Jahren. Die Akzeptanz für die Betroffenen ist größer geworden-sicher auch im Münsterland. Dazu haben Sie mit Ihrer nun schon ein Vierteljahrhundert andauernden Arbeit ganz wesentlich beigetragen! Darüber hinaus bieten Sie umfangreiche Leistungen für Erkrankte und ihre Angehörigen an, wie psychosoziale Betreuung und medizinische Beratung.

Die sinkende Zahl der HIV-Neuinfektionen bei uns in Deutschland ist ein Erfolg jahrelanger Aufklärungs-und Präventionsarbeit und der Arbeit der AIDS-Hilfeorganisationen. Es gibt aber keine Veranlassung sich auf den Erfolgen auszuruhen. HIV/AIDS in Deutschland hat ein neues Gesicht bekommen: Aus einer unmittelbar tödlichen Krankheit ist eine schwere chronische Erkrankung geworden. Dadurch hat HIV/AIDS etwas von seinem ursprünglichen Schrecken verloren. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese neue Wahrnehmung dazu führt, dass der Umgang mit der Krankheit wieder sorgloser wird! HIV/AIDS ist nicht heilbar, Infektionen aber sind vermeidbar-dazu muss weiter aufgeklärt werden.

So fortschrittlich Deutschland bei Aufklärung und Behandlung ist, so steht uns bei der Integration Betroffener in Arbeitswelt und Gesellschaft noch ein weiter Weg bevor. Politik und Gesellschaft müssen gemeinsam das Ziel verfolgen, dass HIV/AIDS kein Grund mehr für Diskriminierung, Ausgrenzung oder Kündigung ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für ihre weitere Arbeit viel Erfolg!

Ihre

Ingrid Arndt-Brauer 

Ingrid Arndt-Brauer MdB
Platz der Republik
11011 Berlin

 

 Grußwort Jens Spahn MdB (CDU)

 Jens SpahnQuelle:"Spahnteam"

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 25 -jährigen Bestehen der Aidshilfe Westmünsterland gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.

Zunächst einmal möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen für Ihren unermüdlichen und engagierten Einsatz für die Betroffenen vor Ort. Mit Ihrem Beratungsangebot zu Fragen zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie Ihrer Auklärungsarbeit über Infektionswege und Schutzmöglichkeiten leisten Sie eine insbesondere für die Betroffenen im Westmünsterland wichtige Unterstützung. Denn was wir in allererster Linie brauchen, ist Aufklärung über HIV/AIDS. Dabei muss es auch um die Frage gehen, wie sowohl Betroffene, aber auch Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen mit einer solchen Diagnose lernen können umzugehen.

Seit dem Entstehen von HIV/AIDS haben wir große Fortschritte erzielt. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr niedrig und das Schutzverhalten in der Bevölkerung hoch. Aber HIV/AIDS ist noch nicht heilbar. Deshalb dürfen wir uns nicht dazu verleiten lassen, in unseren Bemühungen um Prävention und Aufklärung nachzulassen. Die Bundesregierung setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Bekämpfung von HIV/AIDS ein. Wir wollen die Zahl dr Neuinfektionen senken und die Betroffenen auf ihrem Weg unterstützen. Heute haben HIV-Infizierte wie an AIDS-erkrankte Menschen aufgrund besserer Behandlungsmöglichkeiten und guter Versorgungsstrukturen eine deutlich höhere Lebensqualität als früher.

Ganz wesentlich trägt hierzu auf regionaler Ebene die Aidshilfe Westmünsterland bei. Daher möchte ich Ihnen-den zahlreichen Helfern und Ehrenamtlichen-für Ihre wertvolle Arbeit danken. Sie leisten mit Ihren zahlreichen Angeboten zur Bewältigung des Alltags wie Fahrten zu Arztpraxen, Unterstützung bei der Erledigung von Behördengängen oder Besuchen im Krankenhaus wichtige Unterstützung. Gerade in Alltag, Job und sozialem Umfeld entscheidet sich doch, mit welcher Stabilität und Lebensqualität Betroffene ihr Leben würdevoll und selbstbestimmt meistern können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch weiterhin eine erfolgreiche Arbeit!

Mit freundlichen Grüßen

Jens Spahn MdB